Im Juni 2015 wurde vermeldet, das der Klavierwettbewerb „Neue Sterne“ wegen Geldnot 2016 nicht mehr in Wernigerode stattfinden wird. Damals argumentierte Stadtrat Andre Weber (CDU) damit, das der Wettbewerb eine „Spartenveranstaltung“ ohne genügend „Zuschauer“ sei. Leider hat er seine Argumentation von seiner (Stadtrat) Facebookseite gelöscht. Vielleicht war der Grund, das der Stadtrat von Wernigerode am 17.9.2015 beschlossen hat, nun doch Fördermittel bereitzustellen, damit im April 2016 der 5. Klavierwettbewerb stattfinden kann. Prima, doch noch, sollte man ausrufen. Doch halt – es gibt ein gewisses „Geschmäckle“. Ausrichter der Wettberbe ist die Konzertagentur „Neue Sterne Classical Artists“ in der Person von Prof. Albert Mamriev. Jener ist auch Vorsitzender der Jury des Wettbewerbs. Und dieser scheint recht umtriebig. In Moskau gibt es ja den Tschaikowsky-Wettbewerb. Hochangesehen und berühmt. Mamriev hat kein Problem damit, einen solchen  in dem nur 30 km von Wernigerode entfernten Oschersleben auszurufen. Im Januar 2016. Den Tschaikowsky-Wettbewerb Oschersleben. Diesen Fakt, der erst seit August bekannt ist, hat merkwürdigerweise keiner im Stadtrat von Wernigerode diskutiert. Und ob Oschersleben nun von der Wernigeröder Entscheidung Kenntnis hat?

Unprofessionelle Vergabepraxis spielt nur den Kulturkürzern Argumente in die Hände.

Update 12.10.2016

Der Stadtrat von Wernigerode Thomas Schatz (Linke) hat mich darauf hingewiesen, das er in der Sitzung im September 2015 im Stadtrat Mamrievs weitere Klavierwettbewerbe ansprach, hier der Protokollauszug:

Herr Heinrich erläuterte die Beschlussvorlage 054/2015 5.Internationaler Klavierwettbewerb Neue Sterne 2016. … Herr Schatz hat kritisch angemerkt, dass diese Veranstaltung … in anderen Städten wie Oschersleben und Königs Wusterhausen auch durchgeführt werden. …“