Klavierwettbewerb und breite Bevölkerungsteile

Wernigerode muss sparen. Und um richtig zu sparen fällt nun der Rotstift auf den Klavierwettbewerb „Neue Sterne“. Der Stadtrat Andre Weber  ( https://www.facebook.com/andre.weber.102 ) setzt sich dafür massiv ein, in der Diskussion schreibt ein Christian Linde dazu

“ Ich empfinde es als Richtig, (Kultur-) Veranstaltungen auch nach der Anzahl der Besucher zu hinterfragen. Der Klavierwettbewerb „Neue Sterne“ hat sich nicht in breiten Bevölkerungsschichten etabliert. Damit ist ihm die Förderung zu versagen. “ 

Tja, das ist schade, ein Klavierwettbewerb muss sich also in breiten Bevölkerungsschichten durchsetzen! Aha. Ich denke Herr Weber und Herr Linde haben kein Musikinstrument gelernt.  Kultur ist anscheinend mit dem Begriff „Stadtfeste“ bei ihnen definiert. Das macht eben auch Provinz aus! Ach so, eingespart werden: 15000 €! Und bitte – ähnliche Projekte, welche nicht die breiten Bevölkerungsschichten treffen, sollte dies eine Warnung sein. Nur munter weiter. Kunstverein, Orchester etc. – breite Bevölkerungsschichten sind das Maß!

Link:

ein Beitrag dazu in der Ortszeitung Volksstimme:  http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/wernigerode/1498110_Neue-Sterne-Wettbewerb-vor-dem-Aus.html

Nachruf:

Fairerweise muss noch gesagt werden, das Herrn Weber und CDU-Stadtrat Michael Wiecker (eine Art Pate des Wernigeröder Gastronomiegewerbes) auch bei anderen Projekten Zweifel kamen. Ein Finanzierungsvorbehalt bekam zum Beispiel das Sportlerheim in Silstedt. Da geht es um 800000€! Also 53 Jahre Klavierwettbewerb. Ja! Ohne Teuerung gerechnet. Achwassolls!