Refektorium des Kloster Michaelstein bald kein Ort mehr für Musik – 5.000.000 € für eine „Musik“Scheune mit Beschallungsanlag

Für 5 Millionen € hat man sich eine Musikscheune im Kloster Michaelstein gegönnt. Ein Grund, warum ich aus dem Freundeskreis des Klosters und seinem Vorstand ausgetreten bin. Mir wurde damals bescheinigt, wenig Ahnung von den akustischen Verhältnissen des Refektoriums zu haben. Man bräuchte die neue Scheune um (leider) das herrliche Refektorium als Konzertort zu ersetzen. Wegen der akustischen Mängel.  Ich weiss ja nicht, warum mir jegliche Urteilsfähigkeit abgesprochen wird, welche Berufe und welches Studium man abgeschlossen haben muss. Ein musikalisches Studium kann es nicht sein.

Nun ist sie fast fertig. Die Scheune. Und….  es wird eine Beschallungsanlage eingebaut! Man beachte nun den Wechsel in der Vermarktung .. man hätte in der Scheune eine bessere Sicht und bessere klimatische Verhältnisse. Es sollten sich Musiker finde, die zu solcher Akustikmauschelei klare Worte finden. Mir tut es bitter, sehr bitter weh. Und ich habe kein Verständnis für solche Entscheidungen.

Der Direktor, Herr Peter Grundwald, wird es jedoch bei den Trommelkursen für die Allgemeinheit nicht sehr vermissen. Mit dem Konzertort Refektorium verschwindet jedoch ein überregionales Kleinod. Das Gesamterlebnis Kloster Michaelstein als Konzertort wird eindeutig austauschbarer. Wie gut hätten 5.000.000 € + 700.000 € für den ins Naturschutzgebiet gestampften Asphaltparkplatz für Projekte, Konzerte, Tagungen, Kurse getan. Ich weiss, der Widersinn heisst „verschiedene Töpfe“. Trotzdem.

Ich denke, die Provinz ist dort noch tiefer geworden, wer wird jetzt schon in die Akustikscheune neben dem Kloster Michaelstein kommen? Geld ist ja sowieso nicht da. Richtig … die Trommelfreunde.

Beitrag in der Regionalzeitung Volksstimme